Kuckuck on Tour

Ein kleines Netzwerk mit großer ReichweiteKuckuck Uhr 1890

Ralph Mannke, Gründer und Inhaber der Uhrenteile Manufaktur in Schramberg/Waldmössingen im Schwarzwald hat eine bahnbrechende Idee, in Zusammenarbeit mit dem 1000 Mitglieder starken Uhrmacher-Netzwerk, in die Tat umgesetzt:

Eine 120 Jahre alte Kuckucks-Uhr bereist die Welt, besucht Kinder in Kindergärten, Grundschulen, Krankenhäusern und sammelt auf seinem weiten Weg Spenden für krebskranke Kinder.  Für 2 Wochen bleibt er an jedem Standort und bricht dann wieder auf.
Ein deutschsprachiger Uhrmacher vor Ort präsentiert den Kuckuck und bringt den Kindern unser Handwerk näher.
Die Spenden gehen nach über 30 Stationen weltweit, an die deutsche Kinderkrebsstiftung.

kinderkrebsstiftunhlogo

Ab dem 04.11.2019 ist er auch bei uns in Schönberg, in der örtlichen Gemeindeschule zu Besuch.
Wir freuen uns Teil des Uhrmacher-Netzwerks und der Charity-Aktion "Kuckuck on Tour" zu sein.
 

Wie es dazu kam, erzählt Ralf mit Hilfe einer schönen Geschichte:
"Hallo liebe Kinder, ich bin der Opa Ralph, wohne und arbeite in Waldmössingen, einem kleinen Ort im Schwarzwald und repariere Uhren, damit sie wieder richtig die Zeit anzeigen und die Kinder pünktlich zur Schule kommen können.
Ich möchte allen Kindern dieser Welt diese Uhr und seinen kleinen Bewohner zeigen und seine Geschichte erzählen.
Diese Uhr ist alt, sehr alt, älter als ich, älter als eure Omas und Opas!
Zu der Zeit, als diese Kuckucksuhr gebaut wurde, gab es noch keine Autos und keine Flugzeuge.
Könnt Ihr euch das vorstellen?

Eines Tages hat mir ein Mann diese Uhr geschenkt! . Das Haus war ganz kaputt und Nichts ging mehr. Das Vögelchen, der Kuckuck, der dort wohnt war ganz krank, traurig und zwitscherte einfach nicht mehr.
Dann hab ich zuerst sein Häus
chen aufgeräumt, geputzt und wieder frisch gestrichen, aber das Vögelchen wollte einfach nicht gesund werden und wieder zwitschern. Ich wusste einfach nicht mehr was tun.

Dann hatte ich eine Idee: Er hatte mir ja erzählt, das er nie fort war und nie andere Kinder gesehen hat, also hab ich ihm nochmal von der Spezialmedizin gegeben und gesagt: „Wenn du wieder gesund bist und zwitscherst, dann darfst du verreisen und viele, viele Kinder kennenlernen. Du darfst ihnen zuschauen, wie sie sich freuen und lachen, wo sie wohnen und wie sie leben“.
Von dem Moment an hat der Kuckuck wieder gerufen.

Und da man ja immer halten muss was man verspricht, habe ich ihn auf die Reise geschickt - und jetzt ist er hier bei euch und bringt viel Freude und Spaß mit."

Länder in denen unser Vögelchen schon war und welche er noch bereist:
- Deutschland
- Schweiz
- Belgien
- Luxemburg
- Österreich
- Norwegen
- Brasilien
- Mexico
- Australien
- Italien

 

Spenden kann natürlich auch jeder direkt von zu Hause aus.
Über Ihre aktive Unterstützung freuen wir uns sehr!
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 Kuckuck on Tour - Historie der Kuckucksuhr

Kulturgut deutscher Uhrmacherkunst

Die Kucksuhr wurde Franz Ketterer aus Schönwald und Simon Dilger aus Schollbach zugesprochen. Die ersten Kucksuhren wurden schon im 17. Jahrhundert gebaut. Zu der Zeit waren die Gehäuse und auch die Werke vollständig aus Holz. Denn die Zunftregeln waren in der Zeit sehr streng, somit durften nur Uhrmacher Uhrwerke aus Metall herstellen. Sie bauten anfänglich Holzuhrwerke die mit einer Waagbalk als Gangregler.

Die Kuckucksuhr kam dann etwas später dazu. Vermutet wurde, dass der Kuckucksruf aus Frankreich in den Schwarzwald gekommen ist. Vermutlich Glasträger brachten diesen Ruf mit, denn die kannten ihn aus dem Straßburger Münster. Dort schlug ein Hahn die volle Stunde an. Friedrich Dilger brachte dann viele Verbesserungen und Werkzeuge aus Frankreich mit, sodass im Winter mehr Uhren hergestellt wurden. Die Glasträger brachten dann anfänglich die Uhren ins Land und aus diesen Glasträgern wurden dann später die Uhrenmännle, die die Schwarzwälder Uhren bis in den Norden unserer Republik gebracht haben.

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