Die Wasserdichtigkeit bei Uhren

Was man unter Wasserdichtigkeit bei Uhren versteht?

Die Wasserdichtigkeit stellt eine fundamentale Absicherung gegen einen Defekt durch Eindringen von Wasser dar und ist ein Muss für jeden der seine Uhr beim Händewaschen, Schwimmen- oder Tauchengehen tragen möchte. Mit einer speziellen Abdichtflüssigkeit und/oder Dichtungen wird jede Fügestelle versiegelt. Somit lässt sich eine Dichtigkeit von bis/über 10 Bar (~100 Meter) bei fast allen neuen Uhren erreichen. Ausnahmen hierfür können Uhren mit Drückern und zu einfachem Mechanismus der verschraubbaren Krone bzw. zu hohen Toleranzen sein. Auch verschraubte Gehäuseböden sind zu empfehlen um eine hohe Wasserdichtigkeit gewährleisten zu können.

Da die Wasserdichtigkeit keine beständige Eigenschaft ist und die verbauten Dichtelemente im täglichen Gebrauch nachlassen, empfehlen wir die Uhr zweimal jährlich, vor jedem Badeurlaub und nach jedem Öffnen prüfen und ggf. abdichten zu lassen.

Bei der Wasserdichtigkeits-Prüfung handelt es sich um die Ermittlung des IST-Zustandes. Die Wasserdichtigkeit ist keine beständige Eigenschaft und eine Gewährleistung wird ausgeschlossen.

Die verschiedenen Normen der Wasserdichtigkeit:

DIN 8310 definiert die Wasserdichtigkeit von Kleinuhren (resistent gegen Schweiß und Regen). 3, 5, 10 BAR/ATM.
DIN 8306 definiert die Wasserdichtigkeit von professionellen Taucheruhren (resistent bei 24h Salzwasser, Tauchgängen, etc.) Über 10 BAR/ATM.
Sie regeln die Kriterien für Konstruktionen und Prüfdrücke, die neue Uhren aushalten müssen. Die Widerstandsfähigkeit wird in „bar“ oder „atm“ angegeben und auf dem Gehäuseboden vermerkt.

Die Bauteile der Uhr, welche für die Wasserdichtigkeit verantwortlich sind:

  • sämtliche Dichtungen
  • Drücker
  • Gehäuseboden
  • Krone
  • Tubus
  • Glas

Einige mögliche Gründe für eine Undichtigkeit:

  • Wasserkontakt mit gezogener oder nicht verschraubter Krone
  • höherer Wasserdruck als erlaubt
  • Drücker (falls vorhanden) wurde bei Wasserkontakt betätigt oder nicht verschraubt
  • Dichtungen sind beschädigt
  • Schweiß, Säuren, Kosmetika können Dichtungen angreifen
  • fehlerhafte Montage
  • großer Temperaturunterschied (Sauna)
  • Kondenswasser

Die Prüfung der Wasserdichtigkeit

Mittels moderner Technik können Uhren hausintern meist auf eine Dichtigkeit von bis zu 10 Bar getestet werden.
Die Uhr wird unter den auf dem Gehäuseboden stehenden Druck gesetzt und die Verformung des Gehäuses wird gemessen. Das Gehäuse zieht sich zusammen und darf sich bis zu 60 Sekunden nicht zurück verformen. Verformt es sich dennoch zurück oder weist überhaupt keine Verformung auf, ist die Uhr nicht wasserdicht.

Die Eignung nach Bar und „Meter“ gemäß DIN 8310:

3 Bar /  „30 Meter“: Händewaschen, Wasserspritzer, Regen
5 Bar /  „50 Meter“: Duschen & Baden
10 Bar / „100Meter“: Schwimmen
20 Bar / „200Meter“: Tauchen

Die Wasserdichtigkeits-Angabe in Metern bezieht sich nicht auf die Tauchtiefe, in welcher die Uhr eingesetzt werden darf! Bei der Meter-Angabe handelt es sich um die Höhe einer Wassersäule von 30cm Durchmesser, welche auf die Uhr einwirken kann und das Testmedium der veralteten Prüfmethode darstellte.

Empfohlene Vorgehensweise nachdem Wasser in Ihre Uhr eingedrungen ist:

Um gravierende Beschädigungen zu verhindern, ziehen Sie die Krone Ihrer Uhr in die äußerste Position (meistens die, in der die Zeiger gestellt werden), legen Sie die Uhr in ein Gefäß voll Reis und stellen dies auf die Heizung.

Kontaktieren Sie anschließend Ihren Uhrmacher – am besten natürlich uns!

Gehäuse- & Bandaufarbeitung

Gehäuse und Band Aufarbeitung

Zu neuem Glanz

Band und Gehäuse werden im Alltag schnell matt, sind mit Kratzern versehen und das Gehäuse hat den Glanz verloren. „Desk-Diving“ und Bekanntschaften mit dem Türrahmen hinterlassen meist unschöne Spuren!
Dabei können Uhren-Gehäuse und Metall-Armbänder, egal ob Edelstahl oder Edelmetall, so bearbeiten werden, dass polierte und mattierte Oberflächen wieder wie neu aussehen.
Auf Wunsch und zu starken Beschädigungen ist über unsere Servicepartner auch ein Laserauftragsschweißen möglich, sodass die Form des Gehäuses erhalten bleibt!

Entscheiden Sie sich für die Aufarbeitung ohne Laserauftragsschweißen, entfernen wir selbstverständlich alle Unebenheiten und Kratzer mit der selben Sorgfalt, sofern die Form und das Material nicht zu stark darunter leiden.

Bitte beachten Sie, dass viele Schritte der Aufarbeitung in traditioneller Handarbeit durchgeführt werden!

Gerne erstellen wir Ihnen einen Kostenvoranschlag in unserer Uhrmacher-Werkstatt!

Revision & Instandhaltung

Revision und Instandhaltung

Fragen über Fragen zum Thema Uhren, deren Instandhaltung, den Umfang sowie die Kosten der Wartung & Revision eines Uhrwerks.

Wer hat sich das, beim Blick auf seine Uhr, nicht auch schon gedacht?
„Wann wird sie mich zum ersten Mal im Stich lassen?“

Hier erkläre ich Euch wie es in unserer Werkstatt gemacht wird, worin wir unterscheiden und in welchen Intervallen eine Wartung durchgeführt werden sollte!
So könnt Ihr Euch die oben genannte Frage sparen und Euch auf Eure Uhr verlassen!

Die Revision

Das Grundprinzip eines Uhrwerks ist seit hunderten von Jahren das Selbe.

Daher ist auch das Vorgehen bei der Werksrevision von Tradition gesegnet. Über die Jahre konnten Schlüsse aus verschiedenen Defekten erlangt werden. Daraus haben sich dann die unterschiedlichsten Verfahren sowie technischen Neuerungen entwickelt. Die Besten haben sich durchgesetzt. Sowohl neue Verfahren, wie auch einige Alte.
Die Werksrevision ist reine Handarbeit!

Der exakte Umfang einer Revision bestimmt die Komplexität, der vorhandene Verschleiß des Uhrwerks und vor allem unser zuvor erstellter Kostenvoranschlag.

Es sei denn, Sie geben uns freie Hand!

Unsere Werksrevision beinhaltet

  • Sicht- und Funktionskontrolle von Uhr, Band und Uhrwerk
  • Grobe Reinigung, bevor wir das Gehäuse öffnen und das Werk herausnehmen
  • Demontage von Zeigern & Zifferblatt
  • Kontrolle des Uhrwerks auf Funktion und Güte der Räder, Triebe & Lager
  • Zerlegen des Uhrwerks in seine Einzelteile
  • Reinigung des Uhrwerks
  • Erneute Kontrolle des Uhrwerks, falls vorheriger Schmutz Defekte verborgen hielt
  • Reparieren oder Ersetzen defekter Teile
  • Die Zugfeder wird, sofern verfügbar, immer ersetzt
  • Montage des Uhrwerks und Schmieren aller reibungsempfindlichen Teile mit speziellem Uhren-Öl & Uhren-Fett
  • ggf. Korrektur und Einstellung zusätzlicher Funktionen (Chronograph, Mondphase, Datums- und Tagesschaltung, Schlagwerk, etc.)
  • Justieren und Regulieren des Schwingsystems (Ganggenauigkeit & Gangsymmetrie)
  • Funktionskontrolle
  • Zifferblatt & Zeiger montieren
  • Wir fetten oder tauschen Dichtungen des Gehäuses
  • Prüfung ggf Wiederherstellung der Wasserdichtigkeit bis 10 BAR/ATM möglich

*Bitte beachtet: Eine Uhr ist ein mechanisches Mess-Instrument, dessen Teile, je nach Qualität der Verarbeitung, großen und kleinen Fertigungstoleranzen unterliegen! Bei Repliken mehr, wie bei jeder anderen Uhr!! Perfektion ist nur mit perfekter Basis möglich und Perfektion benötigt seine Zeit!

Unsere Gehäuse-Revision beinhaltet

  • Sicht- und Funktionskontrolle von Gehäuse und Band
  • Wir gehen jetzt mal von einem bereits vor-gereinigten Gehäuse und demontiertem Werk aus
  • Zerlegen von Band und Gehäuse in seine Einzelteile
    * Hierbei können weitere Defekte in Erscheinung treten, welche beim Kostenvoranschlag nicht ermittelt wurden/werden konnten
  • Aufarbeiten von Band und Gehäuse. Kratzer und Macken werden bestmöglich entfernt, ohne das Material zu stark zu belasten
    * Bei sehr starken Beschädigungen oder Stretch im Band ist auf Wunsch auch ein Laserauftragsschweißen möglich. Nicht bei uns im Haus!
  • Defekte/Poröse Dichtungen müssen ersetzt werden!!
  • Montage von Band und Gehäuse
  • Prüfung ggf Wiederherstellung der Wasserdichtigkeit bis 10 BAR/ATM möglich
  • Lesen Sie hier mehr zum Thema Aufarbeitung

Wir gewähren 12 Monate Gewährleistung auf unsere Arbeit.
* Beachten Sie hierfür bitte unsere AGB‘s

Wir raten grundsätzlich davon ab nur TEILREPARATUREN bei einem Defekt durchführen zu lassen, da wir so KEINE GEWÄHRLEISTUNG auf die FUNKTION DES UHRWERKS geben können!! Dennoch führen wir Teilreparaturen auf Ihr Risiko durch!

Lassen Sie sich am Besten vorab einen Kostenvoranschlag erstellen.

Intervall

Alle 4-6 Jahre, heißt es, soll man eine Werksrevision durchführen.
Für mich ist diese Angabe sehr allgemein.
Hier ist auch die Qualität der Verarbeitung, das Können des Monteurs, sowie die alltäglichen Strapazen, welchen die Uhr ausgesetzt wird, verantwortlich.

Nach spätestens 6 Jahren, auch wenn Ihre Uhr keine Zicken macht, sollte man Sie revidieren lassen, da so oder so Verschleiß entsteht und das Öl sich damit vermengt. Diese Mischung verhärtet sich und wirkt wie Schleifpapier an Zapfen des Räderwerks und Auflageflächen. Wartet man zu lange, können enorme Schäden entstehen und somit auch hohe Kosten für die Revision.

Instandhaltung von Werk und Gehäuse

Mindestens 1x im Jahr sollte man seine Kontakte pflegen, heißt es..
Vergessen Sie dabei nicht Ihren Uhrmacher 😉

Bringen Sie Ihm zur Durchsicht Ihre Uhr vorbei.

Hierbei prüfen wir:

  • Die Wasserdichtigkeit
  • Die Funktion und Ganggenauigkeit des Uhrwerks
  • Die Funktion der Schließe und die Verschraubung/Verstiftung des Bandes
  • Lederbänder sollten aus hygienischen Gründen 1x im Jahr ersetzt werden

Die Instandhaltung ist ein sehr wichtiges Thema, da hierbei die nicht bleibenden Eigenschaften einer Uhr geprüft und falls nötig wieder hergestellt werden. Und das bevor Ihre Uhr einen Schaden erleidet!
So können wir auch frühzeitig ermitteln, ob eine Revision bereits notwendig ist oder ob Sie Ihre Uhr noch ein weiteres Jahr sorglos tragen können.

Mineral- & Saphirglaswechsel

Mineral- und Saphirglaswechsel

Bekanntschaften mit Türrahmen, Wänden am Treppenaufgang und, wenn es ganz dumm läuft, mit dem Boden! Mit Ihnen braucht man keine Feinde mehr 😉

Wussten Sie, dass die Mineralien in einer Raumputzwand hart genug sind, um sogar Saphirglas zu zerkratzen?
Der letzte Sturzschaden in unserer Werkstatt hat die Wasserdichtigkeit der Uhr beeinträchtigt und 2 Wochen später wurde das Räderwerk von Rost blockiert. Eine kleine Macke am Glas, nah genug an der Dichtung, um Wasser freie Bahn zu gewähren, war ausreichend!

Was ich damit sagen möchte?!?
Wechseln Sie Ihr Glas, bevor es zu spät ist 😉 !

Es gibt drei Arten von Gläsern, welche für Armbanduhren verwendet werden und diese mit verschiedenen Variationen, Formen oder Verbesserungen der einzelnen Hersteller.

  • Plexiglas
  • Mineralglas
  • Saphirglas
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Batterie- & Bandwechsel

Ben's uhren Batterie - und Bandwechsel

Die durchschnittliche Lebensdauer einer Batterie beträgt 2 Jahre.
Diese sollte, nachdem deine Uhr stehen geblieben ist, schnellstmöglich ersetzt werden.
Eine leere Batterie kann auslaufen und einen erheblichen Schaden am Uhrwerk, Zifferblatt sowie Zeigern anrichten!

Wir ersetzen die Batterie deiner Uhr ausschließlich gegen hochwertige Knopf- oder Lithiumzellen der Marke Energizer.
Ebenso prüfen wir, ob der Strombedarf innerhalb der Toleranz liegt, fetten die Bodendichtung und prüfen anschließend die Wasserdichtigkeit.

Bei starker Verschmutzung des Gehäuses sowie bei verschraubten Kronen, Drückern oder einer drehbaren Lünette, ist es ratsam das Gehäuse bei einem Batteriewechsel vollständig zu reinigen.

Leder- & Kautschukbänder verlieren aufgrund der alltäglichen Strapazen schnell an Tragekomfort und Ansehnlichkeit. Das Leder fängt an zu miefen, die Lochung leiert aus oder reißt! Von der Abnutzung und aufkommenden Instabilität der Federstege kann man meist auch nicht absehen. Man möchte ja nicht, dass einem die Uhr vom Arm fällt.

Wechseln wir ein Armband reinigen wir das Gehäuse zwischen den Anstößen, begutachten alle oben genannten Faktoren und korrigieren diese.